Der schneiderin der träume. Neu im Kino: der

Die Schneiderin der Träume: Filmkritik und Trailer

Der schneiderin der träume

Dadurch, dass Ratna nach dem Tod ihres Mannes in die Stadt geht, hat sie mehr Freiheiten, denn die Stadt gibt ihr Anonymität. Ashwin wiederum hat in New York gelebt, und jetzt kommt er zurück nach Mumbai, wo seine Familie lebt, und er versucht, deren Erwartungen zu entsprechen. Warum aber fühlen sich dennoch so viele Menschen von Nackten auf der Bühne provoziert? Wer sich diesen Film anschaut, weil er eine romantische Geschichte im Stil des Bollywood-Kinos erwartet, wartet beim Spielfilmdebüt von Rohena Gera vielleicht nicht vergeblich, aber doch sehr lange. Was ist das Besondere an dem Film? Sie zeigt ihm so, dass sie verstanden hat, dass er unter großem familiären Druck steht. Ratna wiederum hat vor allem eins: den Willen, sich ein besseres Leben zu erarbeiten und ihren Traum zu verwirklichen, Modedesignerin zu werden. Die Namen Ratna und Ashwin werden jedenfalls nachhallen, lange, nachdem man das Kino verlassen hat.

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Die Schneiderin der Träume

Der schneiderin der träume

Kommen aber Gäste, wird ihr deutlich ihr Stellenwert gezeigt. Im Grunde macht Ratna ihm Mut und erkennt durch das enge Zusammenleben, dass das Leben der Reichen gar nicht so entspannt ist, wie es von außen wirkt. Aber einen Austausch, eine nähere Kontaktaufnahme verbietet das rigide indische Kastensystem, das wie ein ungebetener Gast und Sittenwächter die Wohnung in Besitz genommen hat. Ratna Tillotama Shome möchte gerne Modedesignerin werden. Ashwin bleibt nicht verborgen, wie schlau Ratna ist, doch er behandelt sie nach Vorschrift. Er studierte am Emerson College in Boston Schauspiel und zog 2004 nach Mumbai, wo er in mehreren erfolgreichen Theaterproduktionen mitspielte.

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Dort, wo sie ein Stück weit verträumt ist, ist er desillusioniert. Tillotama Shome wurde in Kalkutta geboren und zog als Kind oft innerhalb Indiens um, da ihr Vater bei der Indischen Luftwaffe arbeitete. Die Nähe zur Familie ist oft mit traditionellen Verhaltensmustern verknüpft. Eine Witwe zu sein bedeutet etwas anderes, je nachdem, wo in Indien man ist. Sie räumt Ashwins großzügiges Loft auf, wird eine immer bessere Köchin, kocht ihm seine Lieblingsgerichte. Mit Sensibilität, Humor und starken, authentischen Schauspielern erzählt die indische Regisseurin Rohena Gera eine zarte Liebesgeschichte zwischen den Welten, die in einem Mumbai spielt, das ein wilder Schmelztiegel der Farben, Hoffnungen und Schicksale ist.

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Es ist ein wunderschöner Film, der auf dieser Idee der Zurückhaltung aufbaut und in dem sich die Wege zweier Menschen kreuzen, die etwas teilen, es aber nicht ausleben können. Ein junges Dienstmädchen und ein Mann aus der Oberschicht können in Indien nicht einfach ein Paar werden. Ashwin stammt aus einer wohlhabenden Familie und hat scheinbar alles, was man braucht, um glücklich zu sein, doch als seine arrangierte und aufwändig geplante Hochzeit platzt, stürzt der junge Mann in tiefe Melancholie. Ich war sehr spezifisch bezüglich der Orte, an denen ich die Dorfszenen drehen wollte. Schließlich sind unbekleidete Körper im Internet jederzeit verfügbar. Als Ashwins sorgfältig arrangierte Bilderbuch-Hochzeit platzt, scheint Ratna die Einzige zu sein, die Ashwins tiefe Melancholie versteht. Dennoch ist sie für beider Umgebung nur das Dienstmädchen, das von seiner Familie entsprechend behandelt wird.

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Gegenüber ihrem Arbeitgeber, dem wohlhabenden Ashwin Vivek Gomber , ist sie devot. Viel zu oft sieht man Filme, in denen freudig über alle Grenzen gesprungen wird. Mich interessierte auch sehr, wie wir uns selbst die Erlaubnis geben, jemanden zu lieben. Das ist etwas, was er tief im Inneren weiß, aber noch nicht akzeptiert hat, und es schockiert ihn, nicht nur weil es wahr ist, sondern weil die Erkenntnis von seiner Haushaltshilfe kommt. Ein Mann, eine Frau und eine Wohnung über den Dächern von Mumbai werden in diesem Regiedebüt zum Mikrokosmos einer streng hierarchisierten Gesellschaft.

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In dem Moment wird uns bewusst, was für diese Menschen auf dem Spiel steht. Nichts ist einfach, nicht mal dann, wenn Ashwin bemerkt, dass er sich in Ratna verliebt. Selbst unter fortschrittlichen, kosmopolitischen Menschen kann die Tatsache, dass man Witwe ist, bedeuten, dass das Leben vorbei ist. Es mag viele Barrieren zwischen ihnen geben, sowohl physische als auch soziale, aber allmählich nähern sie sich trotz der Unterschiede, die zwischen ihnen bestehen, einander an. Die Klassenunterschiede sind deutlich, das Personal sitzt in anderen Räumen auf dem Boden, benutzt die Gemeinschaftstoiletten außerhalb der Wohnung. Die junge Witwe Ratna Tillotama Shome arbeitet als Dienstmädchen in der indischen Metropole Mumbai, im luxuriösen Anwesen des jungen Ashwin Vivek Gomber. Die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden macht ihnen nur zu bewusst, wie unvereinbar die Welten sind, denen sie angehören.

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Sie findet sich auch in den kräftigen und schönen Farben des Films wieder, in seiner dynamischen Montage. Raina ist immer in Bewegung, weil sie etwas in ihrem Leben bewegen möchte. Als sie weint, steht er auf, aber er weiß nicht, was er tun soll, da er sich ihr nicht nähern kann. Die Regisseurin Rohena Gera hat einen Liebesfilm gedreht, der von einer streng hierarchisierten Gesellschaft erzählt. Aber so werden falsche Erwartungen gesetzt: Wer sich von diesem Rosamunde-Pilcher-Haften angezogen fühlt, wird im Spielfilm-Regiedebüt der indischen Drehbuchautorin Rohena Gera nämlich mit einer ausgesprochen unkitschigen Romanze konfrontiert.

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Ich denke, die einzige Lösung für solch ein Paar wäre, das Land zu verlassen, vorausgesetzt, man kann es sich leisten. Ihre Gründe, in die Stadt zu gehen, sind finanzieller Art, und sie tut es auch, um bessere Möglichkeiten zu haben. Man kann das zum Beispiel sehen, als Ratna ihre Freundin Laxmi fragt, ob sie gefeuert wird, weil sie dem Sohn ihres Arbeitgebers eine Ohrfeige gegeben hat. Wegen der Dynamik zwischen Ashwin und Ratna würden sie niemals einfach so miteinander reden, es musste etwas passieren, das sie zusammenbringt. Ashwin verliebt sich in das so zurückgenommene Hausmädchen, denn er entdeckt in ihr eine willensstarke und sinnliche Frau, die bereit ist, für ihre Träume einzustehen. Ein solches Verhältnis öffentlich zuzugeben, wäre nahezu unmöglich, also würde niemand davon erfahren, denn die gesellschaftlichen Zwänge sind immer noch zu groß. Das wird in der indischen Gesellschaft völlig negiert, über die Sexualität einer Frau wird selten gesprochen.

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